Die 10 schönsten Weihnachtsmärkte in Berlin

Weihnachtsmärkte Berlin
Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Gendarmenmarkt
(© Katja Xenikis - Fotolia.com)

Weihnachten kommt einfach jedes Jahr wieder – unvermeidlich. Und damit auch der Wunsch nach dem nostalgischen Glanz der Weihnachtszeit der eigenen Kindheit, die Lichter, der Duft von gebrannten Mandeln, Schnee und Tannenzweigen. Berlin hat unzählige Weihnachtsmärkte, große kommerzielle mit Riesenrad und Fahrgeschäften und die kleinen nostalgischen mit Märchenerzählern und Nikoläusen, die die Weihnachtsgeschichte erzählen anstatt Süßigkeiten verteilen.

StadtLandTour.de möchte eine gute Mischung von beiden vorstellen. Für die Großen, die Kleinen, die Kommerziellen, die Nostalgischen und die Romantiker unter den Weihnachtsmarktbesuchern. Hier ist unsere Top10 der schönsten Weihnachtsmärkte in Berlin.

Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt, Berlin-Mitte

Ein Klassiker unter den Berliner Weihnachtsmärkten. Ja, man zahlt Eintritt (ab 1.- Euro) und der Weihnachtsmarkt ist auch sicher kein Geheimtipp. Aber eine Institution. Zumal er sich auf dem „schönsten Platz Europas“ befindet, wie viele Zeitungen schreiben. Vor dem pompösen Konzerthaus, der Kulisse des Deutschen und des Französischen Doms lässt es sich besonders historisch festlich in Weihnachtsstimmung bringen.

Was hat der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt, das andere nicht haben? Atmosphäre! Historie! Kunsthandwerk! Vielleicht gerade wegen seiner historischen Bedeutung (der Gendarmenmarkt stammt aus dem Jahr 1688, angelegt von Friedrich dem III.) gibt es auf dem Weihnachtsmarkt viel historisches Kunsthandwerk: Holzschnitzer, Gürtel- und Kammmacher, Wachsgießer und Schneider. Das Bühnenprogramm ist oft recht hochwertig klassisch. Glühwein gibt’s natürlich sowieso, Eisstockschießen auch und die Auswahl an Fressständen ist typisch.

Beste Zeit für Familien: so früh wie möglich, den es wird später sehr voll.

Wohin, wenn die Stimmung kippt und man muss schnell raus aus dem Trubel? Dann in die Friedrichstraße in eins der Cafés. Oder ins Kulturkaufhaus Dussmann aufwärmen und Bücher angucken und CDs hören. Oder in den Dom. Ruhe tanken und eine Kerze anzünden.

Öffnungszeiten: von Ende November bis 31. Dezember täglich von 11 bis 22 Uhr

Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg

Für Prinzen und Prinzessinnen: Vor der Kulisse des Charlottenburger Schlosses kommt man besonders pompös in Weihnachtsstimmung. Der Duft von Feuerzangenbowle, Spekulatius und Röstkastanien  liegt in der Luft. Das Schloss wird abends in bunte Lichter getaucht, die Holzbuden verströmen nostalgisches Flair. 

Sehenswert: Schloss, Kulisse, Schlosspark. Und schon die Anfahrt und die breiten Wege lässt Prinzen- und Prinzessinenherzen höher schlagen.

Was hat der Weihnachtsmarkt, das andere nicht haben? Pompöses Schlossambiente! Viele Besucher sagen, der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg sei die schönste Weihnachtskulisse Berlins.

Wohin, wenn man schnell vom Weihnachtsmarkt runter muss? Wem der Trubel zu viel wird, der erholt sich auf einem Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark. Durchatmen, rennen und viel Platz zum Toben, Fangen und Verstecken spielen inklusive.

Öffnungszeiten: von Ende November bis Ende Dezember, Heiligabend geschlossen

Kladower Christkindlmarkt

Der Weihnachtsmarkt am Havelufer. Allein das ist schon unschlagbar. Ansonsten ist der Weihnachtsmarkt in Kladow ein echtes Kleinod. Auf der alten Druckerpresse können Eltern und Kinder Weihnachtsurkunden drucken. Außerdem gibt es viel Selbstgemachtes: Kunstgewerbe, Selbstgestricktes, Selbstgebackenes. Und auch die Musik kommt nicht vom Band. Musikalisches kommt von Live Acts. Den musikalischen Löwenanteil haben aber Kinder: Kinder musizieren Weihnachtliches für Kinder.

Sehenswert: Das Highlight des Weihnachtsmarkts in Kladow ist der Weihnachtsmann, der von seinen Engeln flankiert, mit dem Boot über das Wasser angereist kommt. Und die Tombola natürlich, deren Gewinne von ortsansässigen Bürgern und Läden gespendet wird.

Was hat der Weihnachtsmarkt in Kladow, das andere nicht haben? Einmalige Weihnachtsstimmung am Wasser.

Wohin, wenn man schnell vom Weihnachtsmarkt runter muss? Dann auf den schönen Abenteuerspielplatz. In eine der Gaststätten am Wasser. Oder einfach ein paar Schritte am Wasser entlang und Steine oder Schneebälle in die Havel werfen.

Geöffnet: jedes Jahr am zweiten Adventswochenende von 12 bis 19 Uhr

Alt Rixdorfer Weihnachtsmarkt in Neukölln

Vielleicht der schönste Weihnachtsmarkt in Berlin: Alternativ, sozial, nachbarschaftlich. Aber im besten Sinn. Im Vordergrund stehen Menschen, Kultur und Kunsthandwerk. Ein Highlight für die Kinder ist sicher das Eintreffen der Drei Heiligen aus dem Morgenland, die imposant auf Kamelen einreiten. Für Erwachsene übrigens auch. Die Märchenhexe und der Weihnachtsmann erzählen die Klassiker aus den Märchenwelten und Weihnachtsgeschichten. Und die begleitenden Engel sorgen für zauberhafte Stimmung.

Sehenswert: die Alte Rixdorfer Schmiede ist an dem Wochenende in Betrieb und kann mit ihren Kutschen und Pferden besichtigt werden. Statt lauter Konservenmusik gibt es Live Musik, Weihnachtslieder und Gospelgesänge. Statt viel Bling Bling und Kunstlicht, leuchten Petroleumlampen und Fackeln. Der Weihnachtsmarkt am Richardplatz in Neukölln bietet viele internationale Leckereien wie Schwedischen Glögg, Vietnamesische Festtagsfladen, Feuerfleisch, Met, Waffeln und Weihnachtskekse. Also ein Weihnachtsmarkt wie aus der Guten Alten Zeit.

Was gibt es auf dem Weihnachtsmarkt in Neukölln, das es auf anderen Märkten nicht gibt? Weihnachten mit Werten! Denn die Händler repräsentieren entweder selbst eine gemeinnützige Organisation oder spenden an eine.

Achtung: den Altrixdorfer Weihnachtsmarkt gibt es nur an einem Wochenende im Dezember, traditionell am zweiten Adventswochenende.

Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei

Der romantische unter den Berliner Weihnachtsmärkten. Der Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei liegt im Prenzlauer Berg ist eher klein und familiär. In dem Bauensemble der gelb roten Backstein-Klinker-Höfe der Kulturbrauerei hat man das Gefühl, man taucht in eine andere Welt ein: kleine Stände, entspannte Musik und außergewöhnliche Handgewerbe-Stände. Toll für Kinder sind das Bungee-Trampolin und das nostalgische Kettenkarussell. Übrigens: Benannt ist der Weihnachtsmarkt nach der heiligen Lucia, die als Hoffnungsträger für Licht im Dunkel des Winters singend durch das Dunkel schreitet.

Sehenswert: Der Besuch beim Weihnachtsmann, bei dem die Kinder ihren Wunsch in den Wunschkasten werfen dürfen.

Wohin, wenn man schnell raus muss? Will man nicht. Und wenn doch, dann ab zum Falalfelessen auf die Kastanienallee.

Was hat der Weihnachtsmarkt, das andere nicht haben? Industriekultur und Schwedenfeuer.

Weihnachtsmarkt im Jagdschloss Grunewald

Der Märchenhafte. Nicht nur die Umgebung im Wald am Grunewaldsee im Wald und das Jagdschloss sind märchenhaft. Auch die Inszenierungen, die sich die Macher des Grunewalder Weihnachtsmarktes ausdenken, sind aus der Grimmschen Märchenwelt entsprungen: Frau Holle, Aschenputtel, Hänsel und Gretel und die böse Stiefmutter haben auf dem Weihnachtsmarkt ein Stelldichein und mischen sich unter die Marktgäste. Eine Märchenerzählerin bringt die Geschichten zur Freude der kleinen und großen Gäste zusammen. Und dann kann man auch noch selber tätig werden: Weihnachtsgeschenke basteln, Weihnachtskarten gestalten und Kerzen ziehen gehören regelmäßig zum Programm.

Sehenswert: der Nachtspaziergang zurück zum Parkplatz und zur Bushaltestelle – Nachtwächter in historischen Gewändern geleiten einen zurück in die echte Welt.

Was hat der Weihnachtsmarkt, das andere nicht haben? Märchenhafte Stimmung mit Schloss mitten im Wald. Mehr geht nicht.

Wohin, wenn einem der Trubel zu viel wird und man muss schnell runter vom Weihnachtsmarkt? Dann ab in den Wald in Richtung Grunewaldsee. Zur info: das ist DAS Eldorado für Berliner Hundebesitzer, also nix für Kinder mit Hundeangst. Dann besser in die andere Richtung oder ins Café Paulsborn heiße Schokolade trinken.

Weihnachtsmarkt auf der Domäne Dahlem, Steglitz-Zehlendorf

DER Familienweihnachtsmarkt in Berlin! Auf dem schönen mittelalterlichen Hof, der von Alten Stallungen und historischen Gebäuden und Brunnen gesäumt ist, findet alljährlich der Weihnachtsmarkt statt. Was es dort gibt? Viel Handgemachtes, Selbstgestricktes und Getöpfertes. Waffeln und Kinderpunsch und das nostalgische Karussell aus einer anderen Zeit sorgen für Glitzeraugen.

Sehenswert: die Werkstatt, in der Eltern und Kinder Kerzen ziehen und Bienenwachs Baumschmuck herstellen können.

Was es hier gibt, dass es auf anderen Weihnachtsmärkten nicht gibt? Bauernhof mit Weihnachtsmarkt und U-Bahnanschluss.

Wohin, wenn einem der Trubel zu viel wird und man muss schnell runter vom Weihnachtsmarkt? Besonders toll: wer keine Lust mehr auf das Gewühl hat, geht einfach in den hinteren Teil, wo sich Felder und Wiesen erstrecken, Kühe grasen und man das Gefühl hat, man sei auf dem Land.

Weihnachtsmarkt vor dem Roten Rathaus

Der Große, der Laute unter den Weihnachtsmärkten. Ja, der Weihnachtsmarkt „Berliner Weihnachtszeit“ gehört unbedingt auch auf diese Liste. Warum? Weil man sich nicht immer leise besinnen kann. Weil man den Trubel, die Lichter, die Gerüche und die Geräusche schön ineinander verschwimmen lassen und sich ganz dem Trubel und Großstadtgefühl hingeben kann. Und weil man einmal im Jahr Pilzpfanne, Langosch, gebrannte Äpfel und Glühwein mitten im Gewühl zwischen vielen Menschen haben muss. Und die Schlittschuhbahn mit der Discomusik ist auch einmal im Jahr ein echtes Fest.

Sehenswert: natürlich das 50 Meter hohe Riesenrad von dem man einen gigantischen Blick über Berlin hat. Von hoch oben fühlt sich der Markt dann übrigens wieder ganz leise an.

Wohin, wenn man schnell raus aus dem Trubel muss? Rund um den Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus in Berlin-Mitte gibt es dann Teile des historischen Berlins zu sehen. Auf die Fassaden sind Originalabbildungen der Häuser von 1900 geprintet, das Nikolaiviertel hat historische Gassen und Gaststuben.

Was hier gibt, dass es auf anderen Weihnachtsmärkten nicht gibt? Gibt es auch woanders, ist aber trotzdem schön: die lebendige Krippe mit Ochs und Esel zum Streicheln. Und Schafen.

Öffnungszeiten: Ende November bis Ende Dezember, am Heiligabend geschlossen.

Nikolausmarkt auf dem Kinderbauernhof Pinke-Panke

Der spezielle Weihnachtsmarkt in Pankow. Speziell, weil für Kinder, weil eigentlich kein richtiger Weihnachtsmarkt, sondern Nikolausmarkt, speziell, weil er einfach speziell ist. Und irre sympathisch und beliebt. Hier ist Selbermachen angesagt: das jährliche große Weihnachtsbasteln zum Beispiel. Baumschmuck basteln, Glasperlen machen, Karten basteln, Kekse backen. Damit hat man dann seine Weihnachtsgeschenke schon fertig. Und die Eltern kommen wegen der selbstgemachten Naschereien. Und zum nachbarlichen Quatschen mit anderen Eltern. Und wegen dem Glühwein natürlich.

Was hat der Weihnachtsmarkt, das andere nicht haben? Das Nachbarschaftliche. Seite an Seite mit Mensch und Tier. Wenn das mal nicht Weihnachtsstimmung bringt.

Wohin, wenn es einem zu bunt wird? Auf den Spielplatz nebenan. Ideal zum Klettern und Toben, gerade auch im Halbdunkel.

Öffnungszeiten: nur einen Tag im Jahr rund um Nikolaus, meist am 5. oder 6. Dezember

Weihnachtsrodeo – Designweihnachtmarkt in Berlin

Der Originelle unter den Weihnachtsmärkten. Gut, es gibt Kekse. Gebrannte Mandeln und Glühwein. Manchmal auch Weihnachtsmusik und weihnachtliche Deko. Das wars dann aber auch, was das Weihnachtsrodeo mit einem herkömmlichen Weihnachtsmarkt gemein hat. Alles läuft unter dem Motto: Geschenke & Chillen. Erstens: wechselnde Locations, zurzeit im Postbahnhof am Ostbahnhof. Zweitens: Chillarena mit DJs. Drittens: coole Designs, die man nicht überall findet. Voll Berlin halt.  Es ist zwar voll dort, aber dennoch stressfrei, weil groß und mit entspannenden Ideen. Zum Beispiel der Einpackservice, das Kinderbasteln, das köstliche Streetfood und die Straßenkunst.

Allein die Location im alten Bahnpostamt von 1907 ist schon allen einen Besuch wert. 

Sehenswert: hier lieber essenswert: Streetfood!!! Trüffelpasta, Suppen, Piroggen, feines Asia Food in bestern kreativster Streetfoodmanier zu okayen Preisen.

Was hat der Weihnachtsmarkt, das andere nicht haben? Coole Designs, Fashion, Schmuck und Kunst.

Wohin, wenns rumst? Je nachdem, wo sich der Markt dieses Jahr befindet. Wir empfehlen eine Prise frische Luft, ein Glas Wasser und dann wieder rein ins fröhliche Gewühl!

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