Die richtige Schlafumgebung unterwegs schaffen
Vertraute Elemente als Schlafanker mitnehmen
Kinder reagieren besonders sensibel auf Veränderungen ihrer gewohnten Umgebung, weshalb selbst kleine Abweichungen vom vertrauten Alltag, wie etwa ein anderes Zimmer oder unbekannte Geräusche in der Nacht, bei ihnen Unsicherheit und innere Unruhe auslösen können. Ein fremdes Bett, ungewohnte Geräusche sowie neue Gerüche können es Kindern deutlich schwerer machen, in den Schlaf zu finden.
Deshalb bewährt es sich, vertraute Gegenstände von zuhause mitzubringen, weil diese bekannten Dinge den Kindern in der fremden Umgebung ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln können, das ihnen dabei hilft, sich trotz der ungewohnten Eindrücke zu entspannen und leichter einzuschlafen. Das Lieblingskuscheltier, die eigene Bettdecke oder das gewohnte Kopfkissen wirken wie emotionale Anker und signalisieren dem kindlichen Gehirn: Hier ist es sicher, du darfst loslassen.
Ein erprobter Tipp ist auch, eure eigene Bettwäsche in den Urlaub mitzunehmen, weil der vertraute Geruch von zu Hause den Kindern ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, das die Eingewöhnung in der fremden Schlafumgebung deutlich erleichtert. Das weckt unbewusst Erinnerungen an das eigene Schlafzimmer. Manche Familien setzen zusätzlich auf ein kleines Nachtlicht oder eine vertraute Spieluhr, die auch zuhause zum Einschlafritual gehört. Diese Kontinuität schafft ein Gefühl von Geborgenheit und verkürzt die Eingewöhnungszeit der Kinder deutlich.
Temperatur und Dunkelheit regulieren
Wie gut ihr nachts schlafen könnt, hängt stark davon ab, welche Temperaturen im Schlafzimmer herrschen, da der Körper während der Ruhephase seine Kerntemperatur absenkt und eine zu warme oder zu kalte Umgebung diesen natürlichen Prozess erheblich stören kann. Für einen erholsamen Schlaf sind Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius ideal, da der Körper in diesem Bereich am besten zur Ruhe kommen und sich regenerieren kann. Im Sommer ist das oft schwierig. Dann schaffen leichte Baumwollschlafanzüge, das Lüften in den kühleren Abendstunden sowie ein tragbarer Ventilator Abhilfe. Bei Unterkünften mit Klimaanlage solltet ihr die Temperatur nicht zu niedrig wählen, da das sonst zu Erkältungen führen kann.
Dunkelheit spielt eine ebenso zentrale Rolle für den erholsamen Schlaf. Wer in Ferienwohnungen oder Hotels ohne ausreichende Verdunkelung übernachtet, profitiert von mitgebrachten Verdunkelungsfolien. Diese lassen sich einfach am Fenster befestigen und simulieren auch bei frühem Sonnenaufgang die gewohnte Schlafatmosphäre. Ergänzend dazu bieten die Empfehlungen der DAK für besseren Schlaf weitere wertvolle Hinweise zur Gestaltung einer förderlichen Schlafumgebung.
Matratzenqualität verbessern
Hotelmatratzen und Betten in Ferienwohnungen entsprechen nicht immer den gewohnten Standards von zu Hause. Gerade bei längeren Aufenthalten lohnt sich daher eine gezielte Aufwertung der Schlafunterlage, um Verspannungen und unruhigen Schlaf zu vermeiden.
Ein faltbarer Topper lässt sich platzsparend im Gepäck verstauen und kann selbst durchgelegene oder zu harte Matratzen in eine deutlich angenehmere Liegefläche verwandeln. Besonders für empfindliche Kinderrücken oder Familienmitglieder mit Rückenbeschwerden ist das oft eine sinnvolle und praktische Lösung.
Hochwertige Modelle, wie sie auf meisterschlaf.de zu finden sind, bieten ergonomische Unterstützung, verbessern die Druckentlastung und sorgen auch unterwegs für erholsamen Schlaf – fast wie im eigenen Bett.
Schlafrituale auch im Urlaub beibehalten
Feste Abläufe als Einschlafhilfe
Der Körper schätzt feste Routinen und reagiert positiv auf wiederkehrende Abläufe im Alltag. Gerade bei Kindern zeigen wiederkehrende Abläufe dem Nervensystem an, dass die Zeit zum Schlafen bald gekommen ist. Versucht daher, die gewohnten Einschlafrituale von zu Hause auch auf Reisen so gut wie möglich beizubehalten. Zu den bewährten Abendritualen, die sich auf Reisen fortführen lassen und die den Kindern dabei helfen, trotz der ungewohnten Umgebung zur Ruhe zu finden, gehört zum Beispiel:
- Gemeinsames Zähneputzen zur gewohnten Uhrzeit wie zuhause
- Eine kurze Gute-Nacht-Geschichte oder ein vertrautes Hörbuch
- Leise Hintergrundmusik oder vertraute Einschlafmelodien
- Ein beruhigendes Gespräch über die Erlebnisse des Tages
- Kuscheln und Körperkontakt vor dem endgültigen Lichtlöschen
Diese Abfolge muss nicht streng eingehalten werden, doch die grundlegende Struktur sollte erkennbar bleiben. So weiß der kindliche Organismus instinktiv, worauf er sich einstellen kann.
Aktivitäten und Schlaf in Balance bringen
Erlebnisreiche Urlaubstage voller neuer Eindrücke machen Kinder oft besonders müde. Diese gesunde Müdigkeit kann den Schlaf fördern, doch Überreizung bewirkt oft auch das Gegenteil. Plant daher genügend Ruhepausen ein, vor allem am Nachmittag. Ein entspannter Spaziergang nach dem Abendessen wirkt auf Kinder besonders beruhigend, weil die gleichmäßige Bewegung an der frischen Luft den Körper sanft auf die bevorstehende Nachtruhe vorbereitet und innere Anspannung abbaut.
Vermeidet aufregende Aktivitäten in den letzten zwei Stunden vor dem Schlafengehen! Schwimmen im Pool, Toben am Strand oder spannende Ausflüge sollten früher am Tag stattfinden. Die Abendstunden serviert ihr besser für ruhige Beschäftigungen wie Kartenspiele, Malen oder gemeinsames Lesen. Wer nach Inspirationen für abwechslungsreiche, aber ausgewogene Sommeraktivitäten mit Kindern sucht, findet hier zahlreiche familienfreundliche Vorschläge.
Erholsame Nächte als Fundament gelungener Ferien
Kinder, die während der Reise gut ausgeschlafen sind, können den gemeinsamen Urlaub deutlich intensiver und harmonischer genießen, was sich positiv auf die gesamte Familiendynamik auswirkt. Eine durchdachte Schlafvorbereitung zahlt sich aus, da Kinder deutlich ausgeglichener sind, Eltern sich entspannter fühlen und gemeinsame Erlebnisse sich wesentlich positiver ins Gedächtnis einprägen.
Unser Tipp: Beginnt bereits bei der Urlaubsplanung damit, auf familienfreundliche Schlafmöglichkeiten zu achten! Vergleicht die Unterkünfte sorgfältig und sucht gezielt nach Zimmern, die ausreichend Platz für Kinderbetten oder Zustellbetten bieten und sich in ruhigeren Bereichen der Unterkunft befinden! Fragt nach Matratzenqualität, Verdunkelungsmöglichkeiten und ausreichend Platz für die Familie. So schafft ihr eine Basis für entspannte Ferientage.